Hier haben wir ein paar Buch-Tipps zusammengesammelt, die Eltern unbedingt gelesen haben sollten.


Pernilla Stalfelt, Und was kommt dann? – Das Kinderbuch vom Tod, empfohlen von unserer Teamlehrerin der 1. Klassen Franziska Fischer

Ein Buch das sich mit dem Thema Tod in besonders liebevoller, kindgerechter Art beschäftigt und dabei keine Details auslässt. Es beschreibt auf herrlich leichte Weise alles rund um Grabsteine, Bestattungsrituale, den Leichenschmaus, Trennungsschmerz und noch vieles mehr. Nichts bleibt unausgesprochen und trotzdem bleibt noch Freiraum für eigene Interpretationen des Themas.

Am besten als Prophylaxe und rund um Allerheiligen vorgestellt, eignet es sich schon für die ganz Kleinen.

Als ich das Buch in der Vorschulklasse vorgelesen habe, war das Interesse riesig. Und weil die Illustrationen sehr ansprechend sind, konnten die Kinder schließlich auch selbst „lesen“.

Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung

von Josef Kraus

«Wir meinen es doch nur gut und wollen das Beste für unser

Kind.» Dieser Satz wird immer häufiger zum Fluch für Kinder, denn aus der entschuldigenden Beteuerung vieler Eltern ist längst ein gigantisches Erziehungsprojekt geworden. Helikopter-Eltern, die die totale Lufthoheit über das Kind an sich reißen und zwanghaft alles um es herum steuern, wollen ihre Kleinen zu einem Gesamtkunstwerk formen. Überidentifikation, Überbehütung und Übergratifikation werden zu einem zunehmenden Problem. Denn unsere Gesellschaft

hat Maß und Mitte verloren: gar keine Fürsorge auf der einen Seite und viel zu viel auf der anderen. Gerade umsorgende Eltern haben sich von vermeintlich kompetenten Seiten einreden lassen, dass man die Zukunft der Kinder fest in den Griff nehmen müsse. Die Folge sind Drill und Kontrolle – aus Angst, etwas falsch zu machen oder zu versäumen. Jedoch: Die Fixierung auf die Zukunft nimmt den Heranwachsenden die Gegenwart und macht sie schließlich zu unmündigen Erwachsenen.

 


 

Lasst Kinder wieder Kinder sein!: Oder: Die Rückkehr zur Intuition
von Michael Winterhoff

Der erfahrene Kinderpsychiater Michael Winterhoff zeigt, was Erwachsene tun können, damit Kinder glücklich aufwachsen. Er erörtert, wie ein Abschied vom Trugbild endloser Freiheit eine Rückkehr zu einer natürlich-positiven Erziehung ermöglicht, und erklärt, wie Eltern wieder eine gesunde Beziehung zu ihren Kindern aufbauen und ihnen so positive Werte und Stabilität mit auf den Weg geben können. Damit Kinder wieder Kinder sein dürfen!

 


 

Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen

von Manfred Spitzer

Manfred Spitzer, Deutschlands bekanntester Gehirnforscher,

warnt vor den Gefahren des digitalen Zeitvertreibs unserer Kinder.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei intensiver Nutzung von

Computerspielen und Online-Chats unser Gehirn abbaut. Kinder und Jugendliche sind oft kaum noch lernfähig. Die Symptome: Aufmerksamkeitsstörungen und Realitätsverlust, Stress, Depressionen und zunehmende Gewaltbereitschaft. Manfred Spitzers Buch ist ein absolutes Muss für alle Eltern, Lehrer und Erzieher.

 


 

 

 

Mein Leben, meine Freiheit“

 

Autobiographie von Ayaan Hirsi Ali

empfohlen von unserer Lehrerin der 2 A Klasse Lisa-Marie Frieberger

 

Ayaan Hirsi Ali ist eine Frau, die für die Rechte der muslimischen Frauen, für die westlichen Werte und für die Freiheit kämpft. Streng muslimisch erzogen, beginnt sie früh aufzubegehren: dagegen, dass es ihr einziges Lebensziel sein soll, Söhne zu gebären und gegen die Zwangsheirat.In der Autobiografie "Mein Leben, meine Freiheit" erzählt Ayaan Hirsi Ali die spannende und packende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die sich unter extrem schwierigen Umständen emanzipierte. In diesem Buch stellt sie ihre Entwicklung vom somalischen Flüchtlingskind zur selbstbewussten, viel beachteten Islamkritikerin, Rednerin und Bestseller-Autorin spannend dar. Diese Biographie hat mich sehr bewegt. Sie beschreibt sehr anschaulich ihr Leben in einer vom Islam geprägten Welt - und ihren Weg zur Freiheitskämpferin. Trotz zahlreicher schlimmer, fast auswegloser Situationen, verliert sie nicht die Hoffnung und gibt nicht auf!

 

AVWS-Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen bei Schulkindern

(Ratgeber für Angehörige, Betroffene und Fachleute)

Broschiert – 27. September 2012
Empfohlen von unserer Integrationslehrerin der 3 A Klasse Ulrike Haider
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen: Phantom, Modediagnose oder reale Störung? Das war vor einiger Zeit noch ein Streitpunkt in Wissenschaft und Praxis. Heute ist diese Diskussion beigelegt, die sogenannte AVWS als klinisches Störungsbild anerkannt. Auch im schulischen Kontext kann die Störung diagnostiziert und können Betroffene gefördert werden. Dennoch müssen viele Kinder einen oft langen Leidensweg zurücklegen, bevor aus einem weiten Feld möglicher Fehldiagnosen die eigentliche Ursache für z.B. sprachliche Probleme, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten oder emotional-soziale Auffälligkeiten gefunden wird. (Quelle: amazon.de)

 

SOS Kinderseele

 

Was die emotionale und soziale Entwicklung unserer Kinder gefährdet - und was wir dagegen tun können

 

 Empfohlen von Lisa-Marie Frieberger, Klassenlehrerin der 2 A Klasse und von Lisi  Steininger, Klassenlehrerin der 3 B Klasse.

 

Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff löste mit seinem Bestseller "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" eine heftige Erziehungsdebatte aus. In seinem Buch "SOS Kinderseele" diagnostiziert er den Verlust emotionaler und sozialer Intelligenz bei einem großen Teil der Heranwachsenden und warnt vor dramatischen Folgen.

 

Obwohl außer den üblichen Klagen von Kindern, Lehrern und Eltern vordergründig keine größeren Probleme während der Schulzeit auftauchen, ist das Ergebnis am Ende niederschmetternd. Rund die Hälfte aller Schulabgänger ist heute nicht in der Lage, die Anforderungen des Berufslebens zu erfüllen. Ihnen fehlen nicht nur Grundkenntnisse in Mathematik und Deutsch, sondern Arbeitshaltung, Sinn für Pünktlichkeit, Erkennen von Strukturen und Abläufen sowie eine angemessene Frustrationstoleranz.

 

Michael Winterhoff nennt die Gründe für diese fatale Entwicklung. Aus seiner Sicht liegen bei vielen Kindern und Jugendlichen eine schwere Beziehungsstörung und eine verzögerte seelische Reifung vor, weil keine altersgemäße Entwicklung ihrer emotionalen und sozialen Psyche stattgefunden hat. Sie verharren, entwicklungspsychologisch gesehen, auf der Stufe des Kleinkinds. Nur wenn diese Einsicht Einzug in die pädagogischen Konzepte von Kindergärten und Schulen hält, werden am Ende junge Menschen den Anforderungen des modernen Arbeitslebens und unserer Gesellschaft gerecht werden.

 

 

Kinder fordern uns heraus von Rudolf Dreikurs und Vicki Soltz

 

Ein Erziehungsratgeber, den alle Eltern gelesen haben sollten. Es werden Alltagsprobleme behandelt und dabei konkrete Handlungsperspektiven aufgezeigt. Eltern und Lehrer werden dazu ermutigt, weniger direkten Einfluss auf Kinder und Jugendliche zu nehmen und ihnen mehr Autonomie zuzuschreiben. Die Autoren nehmen Eltern aber nicht wie kleine Kinder an die Hand. Sie stärken damit die Erziehungsverantwortung von Vätern und Müttern, geben ihnen Selbstbewusstsein, denn nur Eltern, die sich ihrer Kompetenz bewusst sind, die das Gefühl haben, mit all ihren Schwächen und Fehlern, die zur Erziehung nun mal gehören, angenommen zu sein, können Kinder mit all ihrer wunderbaren Unvollkommenheit annehmen. Die Erstausgabe erschien 1964 und wurde zum Erziehungsklassiker. Trotz des Erscheinungsdatums ist es absolut zeitgemäß und es lohnt sich, dieses Buch zu lesen.